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Gustl-Lang.de
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Spiel über Bande 1 2

Nach seinem Ausscheiden aus dem Kabinett 1993 mußte Lang es nicht mehr ganz so genau nehmen mit seinem "Spiel über Bande". Da durften die Heimatzeitungen dann immer häufiger von dem "Dreamteam" Lang-Stiegler berichten, wenn es um Firmenpleiten ging. Der Minister a. D., der sich wie der "Mann von der anderen Feldpostnummer" (Stiegler) einschaltete, wenn der Konkursverwalter erste Bilanz zog, machte zunehmend kein Hehl mehr daraus, daß das Zusammenspiel mit Stiegler und dessen überregionalen Kontakten nur im Sinne der jeweiligen Pleitefirma war. Und eben dieses Zusammenspiel war eine Weile äußerst fruchtbar. Lang und Stiegler gelang es, Konkurse abzufedern, Arbeitsplätze zu halten. Aus der Windischeschenbacher Glasfabrik "Annahütte" etwa wurde ein Unternehmen namens "Concorde", das jahrelang noch viele "Gloserer" aus der Gegend beschäftigte. Lang und Stiegler hatten die Annahütte bzw. Concorde jahrelang als Dauerkandidaten auf ihren Schreibtischen, und Stiegler sagt heute, er habe just an diesem Beispiel besonders viel in Sachen Betriebssanierungen von Lang gelernt.

Stiegler, der größten Respekt vor Lang bekundet, sagt, ihn habe im Fall Annahütte vor allem dieses unablässige "Da sein" Langs für die Belegschaft, für die neuen Chefs beeindruckt. Da sei es nicht um schöne Reden gegangen, sondern um echte tatkräftige Hilfe. Und gerade der Fall Annahütte hat Stiegler so beeindruckt, daß er heute von sich sagt, er sei "ohne die Annahütte heute wohl ein anderer Politiker". Ein großes Wort von einem sehr linken SPD-Mann in bezug auf einen CSU-Politiker, der sich zeit seines Ministerlebens - zumindest öffentlich - nicht eben durch übermäßige Liberalität ausgezeichnet hat.
Veranstaltung mit Wirtschaftsstaatssekretär Hans Spitzner; Foto: Eichl
 
 
 
 
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