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Umso jäher und schmerzhafter kommt die Abberufung durch den neuen Ministerpräsidenten
Edmund Stoiber. Streibl ist über die "Amigo-Affäre" gestürzt. Und der damals 64jährige
Oberpfälzer Lang ist Stoiber zu alt. Oder zu sehr mit den Namen Streibl und Strauß
verhaftet, die in diesem Jahr zu oft ungut durch die Presse geistern. Lang zieht sich -
ins Mark getroffen - ins Zottbachhaus zurück. Schmollt eine Weile - und steht dazu.
Bis er plötzlich wieder auf die politische Bühne tritt. Nun wieder ganz der
Kommunalpolitik verbunden. Er kandidiert erneut als Stadtrat - und wird
selbstverständlich auch gewählt; er baut einen Ost-West-Wirtschaftsclub auf,
ein Dienstleistungszentrum für den Mittelstand - und er läßt all seine Verbindungen als
Ex-Wirtschaftsminister spielen, um einer inzwischen arg kränkelnden heimischen Industrie
wieder auf die Beine zu helfen. Mit Erfolg. Nebenbei eröffnet er seine Anwaltskanzlei wieder.
Sitzt wie gehabt täglich, auch samstags und sonntags, von 8 bis 18 Uhr am Schreibtisch.
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